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Probleme mit meinen Rosen

Viele der Schädlinge, von denen ich auf Seiten im WWW, in Foren und Büchern las, erschienen tatsächlich in meinem Garten. Keiner davon richtete bisher nennenswerte Schäden an. Am unangenehmsten waren Wanzen und Raupen, beide schädigten die Rosen mehr optisch als substantiell.

( Raupen | Wanzen | Rosenzikaden | Blattläuse | Rosentriebbohrer | Quellen )

 

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Raupen

Foto: Ende Juli 2002 / Kleine Raupen delektieren sich an Blättern von Rosa alba 'Maxima'.
Rose Maxima mit fressenden Raupen

 

Raupen haben ein Loch in eine Knospe an einer 'Amber Abundance' gefressen Löcher in 'Boule de neige'Anfang Juli 2002 fand ich die ersten in größerem Umfang durchlöcherten Blätter an meiner 'Boule de neige' - siehe Bild rechts. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um Raupen der Rosensägewespe, denn die Löcher befinden sich entlang der Blattrippen. Das ist leider nur eines von vielen Fraßbildern. Oben werden Blätter meiner Rosa alba 'Maxima' vom Rand her aufgefressen, links hat eine Raupe eine Knospe ('Amber Abundance') durchlöchert.

Vorbeugende Maßnahmen dagegen (außer dem optimalen Standort) gibt es keine, hier hilft nur Absammeln. Geringer Fraß ist nur eine optische Beeinträchtigung, starker verringert die Blattmasse und schwächt die Pflanze. Letzteres ist zum Glück bei Rosen selten, bei anderen Pflanzen in diesem Sommer aber häufig :-(.

 

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Wanzen

Fotos Anfang August 2002 / links: Rosenknospe nach Mißhandlung durch Wanzen; rechts: Krüppelwüchsige Blätter nach Wanzenfraß; beide Male ist 'Amber Abundance' betroffen.
Knospe nach Mißhandlung durch WanzenRose Amber Abundance Blätter mit Krüppelwuchs

Foto: Ende Juli 2002 / Wanze auf Spitzwegerich-Stengel
vermutlicher Übeltäter
 
Ende Juli war der neue Austrieb mehrerer Rosen plötzlich verkrüppelt (siehe oben rechts). Besonders stark betroffen waren 'Guirlande d'amour' und 'Amber Abundance', beide sind an sehr unterschiedlichen Standorten gepflanzt. 'Amber Abundance' trieb gleichzeitig Knospen, an denen morgens kleine braune Tropfen hingen und die ebenfalls deutliche Saugspuren trugen (siehe oben links). Die Übeltäter sind saugende Wanzen. Vorbeugende Maßnahmen sind nicht möglich, weil der Befall zu spät auffällt.

Welche Wanzen genau verantwortlich sind, weiß ich nicht. Hier gibt es mehrere Arten. Ich vermute die Art, die rechts abgebildet ist. Sie hat Ähnlichkeit mit Blepharidopterus angulatus. Größe, Färbung und Körperform stimmen, aber das Verhalten nicht. "Meine" Wanzen stellen nicht auf Bäumen Milben nach wie Blepharidopterus angulatus, sondern saugen an Rosenknospen und ausreifenden Spitzwegerich-Samen.

 

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Rosenzikaden

Fotos: Mai 2002 / links Verursacher, rechts Schäden

Das linke, große Bild zeigt die kleinen, grünlichweißen Insekten (Typhlocyba rosae) auf der Blattunterseite. Sie ernähren sich vom Saft der Rosenblätter und hinterlassen dabei weiße Flecken auf der Oberseite der Blätter (rechts zu sehen). Betroffen war meine 'The Pilgrim'. Zwar haben sich die Blätter nicht regeneriert, aber sie wurden innerhalb von 4 Wochen von neuen verdeckt. Die am schlimmsten betroffenen habe ich entfernt.
 
Bei starkem Befall wird empfohlen, ein spezielles Öl (Baisis Rapsöl o.ä.) aus dem Fachhandel zu spritzen. War bei mir nicht nötig.

 

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Blattläuse

Foto Links: Ende Mai 2002 - Foto rechts: Mitte Juni 2002. Beide zeigen dieselben Knospen

Besonders die Ende April 2002 wurzelnackt gepflanzte Boule de Neige war an frischen Austrieben und Knospen von Blattläusen betroffen. Das Foto links zeigt, leider schwer erkennbar, leere Karkassen und zahlreiche geflügelte Exemplare verschiedenener Färbungen.
 
Nach dem ich bei meiner 'The Pilgrim' versucht hatte, die Tierchen durch Abschütteln und Wassergüsse zu reduzieren und danach die Knospen die Köpfe hängen ließen, habe ich bei dieser Pflanze auf Gegenmaßnahmen verzichtet. Wie deutlich zu sehen ist, sind sie zur Blüte von selbst verschwunden, und die Rose wurde nicht sichtbar beeinträchtigt.
 
Bei sehr starkem Befall wird empfohlen, mit einer Schmierseifen-Lösung, ggf. versetzt mit Spiritus zu spritzen. Aufgerollte und mit Honigtau benetzte Blätter sind nicht nur ein optisches Problem - Blattläuse können Virus-Krankheiten übertragen.

 

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Rosentriebbohrer

Foto: Juni 2002
Rosentriebbohrer
Kaum zu erkennen, aber hier steckt eine kleine Larve eines absteigenden Rosentriebbohrers drin (einer Wespenart, die Ardis brunniventris heißt), die den Durchmesser des Zweiges genau ausfüllte. Der Befall ist wirklich ganz frisch, so daß nur die winzigkleine Knospe vertrocknet ist. Das Foto stammt von meiner 'Rosa alba suaveolens' und war das einzige Fundstück seiner Art an dieser Pflanze. Die 'Rosa alba maxima' hatte 2.
 
Einzige mögliche Maßnahme: regelmäßige Kontrolle und abschneiden der Triebe bis ins gesunde Holz.

 

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Quellen und mehr


[1] Chemikalien und Pflanzenschutz im Gartenatelier
[2] Rosenabnormitšten beim VDR Bremen
[3] Thread Rosentriebbohrer

 

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(08/2002) ·Logo, klein  Renate Husmann 1997-2007
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